Schwimmen

Kräftig stoße ich mich vom Beckenrand ab, strecke mich ganz lang aus und tauche bewegungslos ein paar Meter durchs Wasser. Erst als ich Geschwindigkeit verliere, beginne ich mit einem kräftigen Tempo. Ich spüre die Muskeln meiner Arme und Beine, meines Rückens, meines Nackens. Danach wieder eine lange Gleitphase. Ein wunderbares Gefühl, so lang ausgestreckt durchs Wasser zu gleiten. Kräftiges Tempo. Lange Gleitphase. Kräftiges Tempo. Gleichmäßig und ruhig schwimme ich eine Länge nach der anderen. Ich sehe nur die leichten Wellenbewegungen des Wassers und den hellblau gefliesten Beckenboden mit dem dunkelblauen Orientierungsstreifen. Hin und wieder krault ein Mann vor mir, der mit seinen Beinbewegungen wunderschöne Wasserbläschen herbeizaubert. Der Kopf wird frei. Meine Gedanken fließen hierhin und dorthin. Ideen strömen, verschwinden wieder, tauchen wieder auf. Ich weiß, dass ich Wichtiges nicht vergessen werde und kann ganz ruhig weiterschwimmen. Nach einer Stunde steige ich aus dem Wasser. Ich fühle mich gut. Spüre die Kraft meiner Muskeln. Ein Gefühl, das mich durch den ganzen Tag begleiten wird.

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