Kaleidoskope

KaleisdoskopeKlar: Menschen sind vielschichtig, haben mehrere Rollen und wissen oft selbst nicht so genau, wer sie nun sind. Darum finde ich Bücher spannend, die versuchen, verschiedene Blickwinkel auf einen Menschen zu richten – und so zumindest einige Facetten schillernder Persönlichkeiten zu erfassen. Drei Bücher, schön wie Kaleidoskope!

Quasikristalle, Eva Menasse

Ein unglaublich vielschichtiges Portrait einer Frau, geschildert von Menschen, die prägende Lebensphasen mit ihr erleben. Das hat mich schon gefordert beim Lesen, da ich nicht immer alles gleich verstehen und einordnen konnte, ist aber wirklich toll. Deshalb: Eines meiner absoluten Lieblingsbücher!

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T.C. Boyle, Die Frauen / The Women

Was so schön ist, an diesem Portrait des Architekten Frank Lloyd Wright: Es stellt nicht ihn, sondern seine vier Frauen in den Mittelpunkt. Er wird dadurch nur indirekt und aus unterschiedlichen Blickwinkeln beschrieben. Wie immer in bestem T.C. Boyle-Stil – mit feiner Ironie und gutem Tempo.

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Jonathan Franzen, Unschuld / Purity

Kurz vor der Geburt von Pip (Purity) Tyler wechselt deren Mutter die Identität und zieht ihre Tochter alleine und zurückgezogen auf. Unterschiedliche Episoden leuchten die Vorgeschichte aus, die sich Pip (und den Lesenden) Stück für Stück erschließt. Das macht es fast durchwegs spannend und dazu gibt’s noch jede Mengen Gedankenanstöße über aktuelle Themen und Befindlichkeiten.

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